BuchWelt: Moon

James Herbert


Alles in allem komme ich bei „Moon“ nicht über eine 3-Punkte-Wertung hinaus. Zu mühsam war das Lesen teilweise, zu belanglos schienen mir einige Beschreibungen. Schade, denn grundsätzlich ist James Herbert eine ansprechende Geschichte gelungen, die lediglich ein wenig mehr Feinschliff gebraucht hätte. Den deutschen Titelzusatz „Der Roman, der Sie nicht schlafen lässt“ halte ich so jedenfalls für einigermaßen übertrieben.

Gesamteindruck: 3/7


Zu viele Nebensächlichkeiten.

Es ist nicht zu leugnen, dass der von vielen als „Klassiker“ angepriesene Roman „Moon“, geschrieben von James Herbert († 2013) seine starken und auch beängstigenden Momente hat. Leider kommen diese – zumindest für meinen Geschmack – viel zu selten vor. Dabei ist die Geschichte grundsätzlich gut gelungen und die Thematik verhältnismäßig unverbraucht. Die Beschreibungen der grauenhaften Ereignisse sind sehr unheimlich, verzichten dabei aber auf übermäßige Effekthascherei. Es ist zwar nach wie vor starker Tobak, jedoch hat man – vor allem aus heutiger Sicht – schon weitaus Detaillierteres zu sehen und zu lesen bekommen. Stilistisch erinnert mich das Ganze ein wenig an James Herberts englischen Landsmann Clive Barker (der freilich rund 10 Jahre jünger ist und dessen erstes Werk folgerichtig erst kurz vor der Veröffentlichung von „Moon“ erschien), wenngleich dieser doch ein wenig knapper formuliert. Trotzdem ein gutes Zeichen.

Weniger gut gefallen hingegen einige andere Dinge. Zum einen sind die Personen nicht gerade tiefgehend beschrieben, was kein Beinbruch wäre, wenn sie ein wenig klischeefreier wären. Zum anderen ist die Handlung (trotz einer nicht abzusprechenden Originalität) an einigen Stellen sehr dünn und auch vorhersehbar. Am schlimmsten ist für mich jedoch, wie sehr sich Herbert oft in Nebensächlichkeiten verliert. Nun ist weitläufiges „Geschwafel“ an und für sich noch kein Grund für eine schlechtere Bewertung, nur lässt dessen Qualität in „Moon“ doch einiges zu wünschen übrig. Andere Autoren verstehen es besser, den Leser trotz aller Kleinigkeiten, die den Lesefluss unterbrechen, bei der Stange zu halten. So gesehen wäre eine Kurzgeschichte wohl die bessere Alternative gewesen.

Gesamteindruck: 3/7


Autor: James Herbert
Originaltitel: Moon
Erstveröffentlichung: 1990
Umfang: 303 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch (dzt. nicht verfügbar)


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