BuchWelt: Earth 2 – Tödlicher Abgrund

John Vornholt


„Tödlicher Abgrund“ wirkt so lustlos hingeschrieben, wie ich es selten bei einem Roman erlebt habe. Es fehlt an guten Ideen, brauchbaren Charakteren, einer interessanten Handlung und einem flüssigen Stil. Damit kann es nur zu einem Punkt reichen; letztlich kein Wunder, dass nicht mehr als drei Bücher zur Serie „Earth 2“ veröffentlicht wurden.

Gesamteindruck: 1/7


Lustlos geschriebene Zeitverschwendung.

John Vornholt ist als Autor für Bücher zu verschiedenen Fernsehserien bekannt. Vor allem eine Reihe von Romanen aus dem Star-Trek-Universum stammt aus seiner Feder – mit einem Buch zur 90er-Jahre-Serie „Earth 2“ versuchte er sich an einem (leider) bei weitem nicht so erfolgreichen Vorbild. Drei Romane (die nicht wirklich zusammenhängen) erschienen zu „Earth 2“. „Tödlicher Abgrund“ ist der dritte und letzte davon. Gelesen habe ich ansonsten noch „Das Eden Projekt“ von Melissa Crandall (WeltenDing-Rezension) – eine sehr durchwachsene Angelegenheit. Aber auch Vornholt schafft es nicht, eine interessante Geschichte zu kreieren. Im Gegenteil, „Tödlicher Abgrund“ fällt noch einmal deutlich ab.

Gründe dafür gibt es mehrere. Erstens gibt es rein stilistisch einiges zu bemängeln: Der Schreibstil ist langweilig und trocken, Humor fehlt völlig, es gibt keinerlei Auflockerungen, wodurch das Lesen stellenweise zu einer echten Qual wird. Damit einher geht auch die fade Hintergrundgeschichte. Es gibt keine interessanten Ereignisse, keine überraschenden Wendungen, einfach nichts, was den Leser auch nur irgendwie bei der Stange halten könnte. Am schlimmsten scheint mir jedoch die Tatsache, dass der Autor es nicht einmal ansatzweise schafft, die Charaktere weiterzuentwickeln. Bereits „Das Eden Projekt“ hatte mit den beinahe durchwegs schwachen Figuren zu kämpfen, wobei man hier noch dachte, dass das in einem Auftaktroman durchaus vorkommen kann. Leider belässt es Vornholt bei den von seinen Kollegen gezeichneten Charakteren, ohne ihnen etwas mehr Persönlichkeit einzuhauchen. Dadurch gibt es keine Identifikationsmöglichkeiten, es ist dem Leser schlicht egal, was mit den unsympathischen Kolonisten passiert. Da spielt es dann auch keine Rolle mehr, dass die Hintergrundgeschichte (das mühsame Erreichen eines weit entfernten Stützpunktes) in „Tödlicher Abgrund“ überhaupt nicht vorangetrieben wird und es noch dazu einige grobe logische Ungereimtheiten gibt…

Gesamteindruck: 1/7


Autorin: John Vornholt
Originaltitel: Earth 2: Leather Wings
Erstveröffentlichung: 1995
Umfang: 233 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Hardcover (dzt. vergriffen)


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