MusikWelt: Cowboys From Hell

Pantera


 Alles in allem eine extrem gute und sehr harte Platte, die jeder Metalhead im Schrank haben muss. „Cowboys From Hell“ war und ist tatsächlich eine Bereicherung für die ganze Szene. Was auch immer dazu geführt hat, dass sich Pantera 1990 vom Glam Rock abwandten: Ein Hoch darauf!

Gesamteindruck: 7/7


Intialzündung.

„Cowboys From Hell“ ist eigentlich die fünfte Platte der texanischen Kultband Pantera. Allerdings neigen viele Fans der Truppe dazu, über die vier vorher (zwischen 1983 und 1988) erschienen Machwerke den Mantel des Schweigens zu hüllen und diesen Output als „Debüt“ anzusehen. Dem kann man nicht ganz widersprechen, immerhin findet sich hier erstmals der Stil, der die Band bekannt und damit auch erfolgreich gemacht hat. Und nicht nur das – gemeinsam mit den beiden Nachfolgern „Vulgar Display Of Power“ (1992) und „Far Beyond Driven“ (1994) bildet „Cowboys From Hell“ das überragende Triumvirat im Vermächtnis von „Dimebag“ Darrell Abbott (R.I.P. 2004).

Was hier geboten wird, dürfte also klar sein: Thrash-Metal mit mörderischem Groove, bretthart aber dennoch immer melodisch dargeboten und ein Sänger, der es versteht, sämtliche Gefühle in seine Stimme zu legen. Diese Platte ist meines Erachtens das beste Pantera-Werk überhaupt, wobei der unmittelbare Nachfolger praktisch die idente Qualität aufweist.

Was das 1990er-Album überlegen macht, ist einer der besten und abwechslungsreichsten Tracks, der im Metalgenre geschrieben wurde: „Cemetery Gates“, ein Stück, das Gänsehaut pur erzeugt. Hier stimmt einfach alles – von den präzisen Riffs (ohnehin ein Markenzeichen der Band) über das perfekte Solo bis hin zu den emotionalen Vocals von Phil Anselmo. Ein solch herausragendes Lied sollte der Band nie mehr gelingen.

Allerdings ist auch der Rest der Scheibe alles andere als schlecht. Hervorragend sind vor allem die Brecher „Primal Concrete Sledge“, „Psycho Holiday“, „Message In Blood“ und „The Art Of Shredding“ mit seinem Monster-Riff. Mit „The Sleep“ gibt es als vorletztes Stück eine weitere Halb-Ballade, die ebenfalls überzeugen kann und die in meinen Ohren sogar „This Love“ von „Vulgar Display Of Power“ schlägt. Der Rest der Songs ist gewohnt solide Pantera-Kost, lediglich „Shattered“ und „Clash Of Reality“ können mich nicht sonderlich überzeugen, was aber vor allem an der guten Qualität der restlichen Stücke liegen dürfte.


Track – Titel – Länge – Wertung

  1. Cowboys From Hell – 4:07 – 6/7
  2. Primal Concrete Sledge – 2:13 – 6/7
  3. Psycho Holiday – 5:19 – 7/7
  4. Heresy – 4:46 – 5/7
  5. Cemetery Gates – 7:02 – 7/7
  6. Dominiation – 5;04 – 6/7
  7. Shattered – 3:21 – 4/7
  8. Clash With Reality – 5:16 – 4/7
  9. Medicine Man – 5:14 – 5/7
  10. Message In Blood – 5:10 – 7/7
  11. The Sleep – 5:47 – 6/7
  12. TheArt Of Shredding – 4:20 – 6/7

Gesamteindruck: 7/7 


Pantera auf “Cowboys From Hell” (1990):

  • Phil Anselmo  – Vocals
  • „Dimebag“ Darrell Abbott (†) – Lead & Rhythm Guitars, Backing Vocals
  • Rex Brown – Bass, Acoustic Guitar, Piano
  • Vinnie Paul Abbott – Drums

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Ein Gedanke zu “MusikWelt: Cowboys From Hell

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