MusikWelt: Breaker

Accept


Nach zwei brauchbaren, wenn auch nicht herausragenden Alben („Accept“, 1979 und „I’m A Rebel“, 1980) starteten Accept 1981 mit „Breaker“ richtig durch. Im direkten Vergleich zu den Vorgängern ist es nahezu unglaublich, wie sehr sich die Truppe an Spielfreude und Dynamik steigern kann. Die Produktion war hingegen noch nicht ganz optimal, setzt die Songs aber in meinen Ohren ausreichend gut in Szene.  

Gesamteindruck: 5/7


Sehr gutes Frühwerk.

Vor allem das Eröffnungsdoppel „Starlight“ und „Breaker“ macht in punkto Geschwindigkeit keine Gefangenene. Besonders Frontmann Udo Dirkschneider zeigt sich hier in Bestform, hinter seinem Gesang steckt enorm viel Kraft. Aber auch die Instrumentalfraktion kann voll und ganz überzeugen, allein die doppelläufigen Gitarrenleads muss man gehört haben. Auch das darauf folgende „Run If You Can“ gefällt sehr gut, speziell der eher getragene Refrain hat hohen Wiedererkennungswert. Nach diesem heftigen Trio gibt es mit der emotionalen, glücklicherweise unkitschigen Ballade „Can’t Stand The Night“ eine Verschnaufpause, bevor mit dem stampfenden „Son Of A Bitch“ (inklusive herausragendem Gitarrensolo und viel zu langem Fade-Out) und dem legendären „Burning“ (zeigt am deutlichsten die Stellung von Accept als Bindeglied zwischen Judas Priest und AC/DC) zwei weitere harte Stücke folgen. Auch der im hynmenhaften Midtempo gehaltene Rausschmeißer „Down And Out“ geht ganz gut ins Ohr und ist ein standesgemäßer Abschluss des Albums.

Dazwischen gibt es jedoch mit „Feelings“ und „Midnight Highway“ zwei unspektakuläre Stücke, von denen praktisch nichts hängenbleibt. Vor allem „Feelings“ kann man im Kontext dieses Albums beinahe als Totalausfall bezeichnen. Auch auf eine zweite Ballade („Breaking Up Again“) hätte ich persönlich verzichten können, auch wenn die Dramatik vor allem durch das ausgedehnte Solo im letzten Drittel sehr gut rübergebracht wird.

Insgesamt halte ich „Breaker“ für ein sehr starkes Frühwerk einer Band, die sich später leider durch allzu gewagte Experimente und interne Streitigkeiten immer wieder selbst Knüppel zwischen die Beine warf. Für die Höchstwertung reicht es zwar nicht, dennoch ist diese Platte ein Klassiker – Kaufempfehlung!


Track – Titel – Länge – Wertung

  1. Starlight – 3:52 – 7/7
  2. Breaker – 3:35 – 7/7
  3. Run If You Can – 4:49 – 6/7
  4. Can’t Stand the Night – 5:23 – 6/7
  5. Son Of A Bitch – 3:52 – 5/7
  6. Burning – 5:14 – 4/7
  7. Feelings – 4:48 – 3/7
  8. Midnight Highway – 3:58 – 4/7
  9. Breaking Up Again – 4:37 – 4/7
  10. Down And Out – 3:44 – 6/7

Gesamteindruck: 5/7 


Accept auf “Breaker” (1981):

  • Udo Dirkschneider − Vocals
  • Wolf Hoffmann − Guitar
  • Jörg Fischer − Guitar
  • Peter Baltes – Bass, Backing Vocals, Vocals
  • Stefan Kaufmann − Drums, Backing Vocals

Anspieltipp: Breaker

3 Gedanken zu “MusikWelt: Breaker

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