BuchWelt: Die Säulen der Schöpfung

Terry Goodkind


„Die Säulen der Schöpfung“ ist Buch 7 des 11-bändigen Fantasy-Zyklus „Das Schwert der Wahrheit“, geschrieben vom US-amerikanischen Autor Terry Goodkind. Auf WeltenDing werden nach und nach Rezensionen zu allen 11 Bänden veröffentlich, abschließend gibt es eine Gesamtbewertung des Zyklus. Wer eine Kaufempfehlung möchte, sollte also bis dahin warten.

Gesamteindruck: 6/7


Spannende und interessante Nebenhandlung.

Was auch in anderen Bänden von Terry Goodkinds Saga um „Das Schwert der Wahrheit“ gelegentlich zum Tragen kam, wird in „Die Säulen der Schöpfung“ zum Hauptmotiv: Die Haupthandlung um die bereits mehr oder weniger lieb gewonnen Protagonisten tritt weitestgehend in den Hintergrund und ist hier nur durch einige Details und Kleinigkeiten bemerkbar. Die Konzentration liegt bis kurz vor dem Schluss des Buches auf einem Nebenschauplatz, der allerdings ebenfalls sehr interessant ist. Dabei werden die Nachkommen der Familie Rahl beleuchtet, die nicht mit der Gabe der Magie ausgestattet sind und der in diesem Fall üblichen Verfolgung entkommen konnten. Dieser Perspektivenwechsel, der noch radikaler als in „Schwester der Finsternis“ ausgefallen ist, bringt dringend notwendigen, frischen Wind in die Saga.

Der Autor beherzigt dabei aus meiner Sicht einige Dinge, die im bisherigen Verlauf des Zyklus immer wieder Grund zu wenig euphorischen Reaktionen gaben. Zum einen wagt Goodkind endlich den Versuch, den Grundsatz „weniger ist mehr“ einzuhalten. Die Seitenanzahl liegt deutlich unter dem Umfang sämtlicher Vorgängerbände, was eine merkliche Straffung der Handlung nach sich zieht. Es gibt eine inhaltliche Entschlackung, die dem Buch sehr gut tut – seitenlange Monologe über bereits bekannte Ereignisse fallen großteils weg, Rückblicke erfolgen (wenn überhaupt) nur noch kurz und knapp. Das führt letztlich zu einem deutlich gesteigerten Lesefluss, der das Buch (vor allem durch gute Cliffhanger und wenige Landschaftsbeschreibungen) zu einem echten Page-Turner macht.

Dennoch zeigt auch „Die Säulen der Schöpfung“ kleinere Schwächen. So ist die Handlung zwar sehr spannend und auch interessant umgesetzt, diese gute Leistung wird aber durch gewisse Unzulänglichkeiten ein wenig eingetrübt. So entbehrt das Verhalten einiger Charaktere oft jeglicher Nachvollziehbarkeit, hinzu kommen einige logische Ungereimtheiten und übertriebene Darstellungen. Diese Probleme, die man bereits aus anderen Büchern der Reihe kennt, wirken sich auf die schnelle und verdichtete Handlung dieses Werkes allerdings nicht allzu stark aus. Stellenweise hat man trotzdem das Gefühl, dass der Autor es verabsäumt hat, seine guten Ideen zu überarbeiten bzw. überhaupt fertig zu denken. Sehr schade, da man hier noch größeres Potential unter der Oberfläche spürt.

Trotz der beschriebenen Mängel reicht es damit bei mir für ganz knappe 6 Punkte, was vor allem auch daran liegt, dass Band 7 der erste Teil seit Längerem war, in dem das Lesen für mich nie zur Qual wurde.

Gesamteindruck: 6/7


Autor: Terry Goodkind
Originaltitel: The Pillars of Creation.
Erstveröffentlichung: 2005
Umfang: 640 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch


 

3 Gedanken zu “BuchWelt: Die Säulen der Schöpfung

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