FilmWelt: Frostbite

Der schwedische Film „Frostbite“ war vom Autor wohl als satirischer Angriff auf das Dauerbrenner-Genre des Vampir-Films gedacht. Stellenweise ist das durchaus gelungen, manchmal hat man eher den Eindruck, dass die Komik ein wenig aufgesetzt, oder – noch schlimmer – unfreiwillig eingebaut wurde.

Gesamteindruck: 4/7


Hat seine Momente, insgesamt aber nicht das Gelbe vom Ei.

Grundsätzlich ist ein Film, der nicht aus dem amerikanischen Mainstream kommt und dennoch (oder gerade deshalb) zu unterhalten weiß, natürlich zu begrüßen. Auch wenn ich nicht verhehlen kann und will, dass auch ich dem Popcorn-Kino, wie man es so schön nennt, nicht grundsätzlich abgeneigt bin. Einmal andere Schauspieler als die üblichen Verdächtigen zu Gesicht zu bekommen, hat etwas ungemein Erfrischendes. Zusätzlich ist das gesamte Setting der schwedischen Kleinstadt recht gut gelungen. Der Großteil der Effekte ist ebenfalls im grünen Bereich, vor allem das Vampir-Design ist sehr ansprechend, zumindest wenn man nicht auf die traditionellen Blutsauger in Abendgarderobe steht. Größter Pluspunkt des Filmes ist der Humor, zumindest wenn er an den richtigen Stellen platziert wurde. Die Vampirfähigkeit, mit Tieren zu sprechen ist eine interessante Innovation und für einige Lacher gut. Ebenso das völlig übertrieben dargestellte Blutbad auf einer Teenager-Party, das Anatomie-Dart im Krankenhaus und einige andere Momente.

Ein großes Manko darf aber auch nicht unerwähnt bleiben: die Story hat nicht nur ihre Längen, sie ist alles in allem sehr verworren. Hier wäre ein wenig Straffung und Klarheit dringend nötig gewesen, dann hätte es durchaus eine höhere Wertung geben können. Insgesamt kommt es wohl stark darauf an, mit welchen Erwartungen man an „Frostbite“ herangeht. Wer einen „ernsthaften“ Mainstream-Horrorfilm oder eine Horrorkomödie im Sinne von „Tot aber glücklich“ erwartet, wird sicherlich enttäuscht – beide Erwartungen können nur bedingt erfüllt werden. Der Streifen lebt von kurzen Schockmomenten und Situationskomik. Letztlich führt aber die wirre Handlung dazu, dass ich dem Film nicht mehr als 4 Punkte geben kann, obwohl an vielen Stellen höheres Potential durchschimmert.

Gesamteindruck: 4/7


Originaltitel: Frostbiten
Regie: Anders Banke
Jahr: 2006
Land: Schweden
Laufzeit: 98 Minuten
Besetzung (Auswahl): Petra Nielsen, Carl-Åke Eriksson, Grete Havnesköld, Emma Åberg, Jonas Lawes



 

2 Gedanken zu “FilmWelt: Frostbite

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