MusikWelt: Balls To The Wall

Accept


„Balls To The Wall“ ist hervorragend produziert und lebt neben der eigenwilligen Stimme von Udo Dirkschneider vor allem vom starken Gitarrenduo Wolf Hoffmann und Hermann Frank, die sich neben einigen unsterblichen Riffs eine handvoll pfeilschneller Solos aus dem Ärmel schütteln – mal pfeilschnell („Fight It Back“), mal hymnisch-zweistimmig. Auch Bass und Schlagzeug (mit ein paar Abstrichen, siehe unten) sind perfekt, sodass in Verbindung mit dem exzellenten Songwriting die Höchstwertung nur ganz knapp verfehlt wird.  

Gesamteindruck: 6/7


Referenzwerk in der Karriere von Accept.

„Balls To The Wall“ beginnt mit einem echten Knaller – der Titeltrack sucht sogar in der bei weitem stärksten Phase (Anfang der 1980er Jahre) der legendären Accept seinesgleichen. In diesem Zeitraum schrieb die Band einige denkwürdige Stücke, aber gerade dieser Song dürfte jeden, der nur ein bisschen mit Heavy Metal am Hut hat sofort überzeugen. Hymnisches Midtempo trifft auf sägende Gitarren, einen eingängigen Refrain und einen toll eingebauten Hintergrundchor – viel besser kann man es kaum machen.

Aber auch nachdem man sich von dieser Eröffnung erholt hat, gibt es nicht viel zu nörgeln – vor allem das locker rockende, Judas-Priest-affine „London Leatherboys“ und der eingängige, fantastisch eingesungene Groover „Head Over Heels“ wissen bereits beim ersten Hören zu überzeugen und nutzen sich auch nach mehrfachen Durchläufen nicht ab. Die restlichen Songs sind zwar nicht ganz so herausragend, aber immer noch extrem stark. Hervorzuheben sind dabei vielleicht „Love Child“ mit seiner markanten Bridge vor dem guten Refrain, das textlich klischeehafte, aber musikalisch einwandfreie, flotte „Losers And Winners“ und der balladeske Rausschmeißer „Winterdreams“.

Negativ fallen eigentlich nur die katastrophalen elektronischen Drums, die ab und zu eingesetzt werden auf. Besonders im letzten Drittel des ansonsten sehr guten „Losing More Than You’ve Ever Had“ merkt man diesbezüglich kurz auf, allerdings ist dieser Fehltritt nicht die Regel und somit kein Beinbruch.


Track – Titel – Länge – Wertung

  1. Balls To The Wall – 5:42 – 7/7
  2. London Leatherboys – 3:57 – 6/7
  3. Fight It Back – 3:30 – 6/7
  4. Head Over Heels – 4:19 – 7/7
  5. Losing More Than You’ve Ever Had – 5:04 – 5/7
  6. Love Child – 3:34 – 5/7
  7. Turn Me On – 5:12 – 5/7
  8. Losers And Winners – 4:19 – 6/7
  9. Guardian Of The Night – 4:24 – 5/7
  10. Winter Dreams – 4:44 – 6/7

Gesamteindruck: 6/7 


Accept auf “Balls To The Wall” (1983):

  • Udo Dirkschneider − Vocals
  • Wolf Hoffmann − Guitar
  • Herman Frank − Guitar
  • Peter Baltes – Bass
  • Stefan Kaufmann − Drums

Anspieltipp: Balls To The Wall

Ein Gedanke zu “MusikWelt: Balls To The Wall

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