MusikWelt: Pure Holocaust

Immortal


Das Immortal-Debüt „Diabolical Fullmoon Mysticism“ (1992) war aus meiner Sicht kein allzu starkes Album. Nicht schlecht, aber ein wenig gesichtslos und ohne großartige Merkmale, die in der dunklen Anfangsphase der zweiten Black Metal-Generation hervorstechen würden. Viel besser machen es die Bergener auf ihrem Zweitwerk „Pure Holocaust“ (1993).  

Gesamteindruck: 5/7


Enorme Steigerung in allen Bereichen.

Dass „Pure Holocaust“ seinem Vorgänger das Wasser abgräbt, liegt nicht nur an der deutlich besseren Produktion (die allerdings immer noch sehr roh und räudig ist). Vor allem das am um Welten gesteigerten Songwriting fällt sofort positiv auf. In diesem wichtigen Bereich können sich Immortal von der norwegischen Konkurrenz abheben, indem sie die ersten, teilweise noch rudimentären Elemente der für sie typischen, bis heute erhaltenen, frostigen Atmosphäre schaffen. Auch Vokalist Abbath hat gegenüber den Anfangstagen stark an Profil gewonnen und transportiert mit seiner Stimme erstmals diese eisige Kälte, die bis in die Gegenwart Erkennungsmerkmal der Band ist.

Folgerichtig stehen auf „Pure Holocaust“ zumindest drei absolute Klassiker: Der Opener „Unsilent Storms In The North Abyss“ ist ein eiskaltes Meisterstück. Ebenso gelungen: „The Sun No Longer Rises“ sowie die erste wirklich epische Hymne „As The Eternity Opens“. Überzeugen kann auch der abschließende Titeltrack.

Fazit: Während „Diabolical Fullmoon Mysticism“ zu recht als eher mittelprächtig eingestuft wird, wurde „Pure Holocaust“ zum Erscheinungszeitpunkt meiner Ansicht nach komplett verkannt. Den ersten von vielen wirklichen Treffern landeten Immortal zwar erst 1995 mit dem Nachfolger „Battles In The North“, aber bereits vorliegendes Album zeigt sehr deutlich auf, wohin die Reise gehen sollte.


Track – Titel – Länge – Wertung

  1. Unsilent Storms In The North Abyss – 3:14 – 7/7
  2. A Sign For The Northern Hordes To Ride – 2:35 – 5/7
  3. The Sun No Longer Rises – 4:20 – 6/7
  4. Frozen By Icewinds – 4:40 – 5/7
  5. Storming Through Red Clouds And Holocaustwinds – 4:40 – 4/7
  6. Eternal Years On The Path To The Cemetary Gates – 3:30 – 5/7
  7. As The Eternity Opens – 5:31 – 6/7
  8. Pure Holocaust – 5:17 – 6/7

Gesamteindruck: 5/7 


Immortal auf “Pure Holocaust” (1993):

  • Abbath Doom Occulta − Vocals, Bass, Drums
  • Demonaz Doom Occulta − Guitar, Lyrics

Anspieltipp: Unsilent Storms In The North Abyss

Ein Gedanke zu “MusikWelt: Pure Holocaust

  1. Pingback: Musik A – Z. | Weltending.

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