BuchWelt: Die verbotenen Inseln

Wolfgang Hohlbein


„Die verbotenen Inseln“ ist Band 10 des 11-bändigen Fantasy-Zyklus „Enwor“, erdacht von den deutschen Autoren Wolfgang Hohlbein und Dieter Winkler. Auf WeltenDing werden nach und nach Rezensionen zu allen 11 Bänden veröffentlicht, abschließend gibt es eine Gesamtbewertung des Zyklus.

Gesamteindruck (Band 10): 5/7


Spannendes, aber chaotisches (vorläufiges) Ende.

Einen fulminanten Auftakt mit Action und Hochspannung bietet „Die verbotenen Inseln“, der 10. (und ursprünglich letzte) Band des Enwor-Zyklus von Wolfgang Hohlbein. Das Buch schließt unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers „Das vergessene Heer“ an und geht in ähnlich atemberaubend-spannender Weise weiter.

Der Autor bietet noch einmal seine ganze Erzählkunst auf, um den Leser in die Welt von Enwor zu versetzen. Das Buch ist auf eine Art und Weise geschrieben, die es nahezu unmöglich macht, es zur Seite zu legen. Ein echter Page-Turner also, was vor allem an zwei Dingen festgemacht werden kann: Zum einen ist die Spannung durchgängig hoch (was leider nicht für alle Enwor-Bände gesagt werden kann), zum anderen ist die Handlung von absolut überraschenden Wendungen durchsetzt. So kann man gegen Ende nur staunen, wenn man überlegt, welchen Verlauf der Zyklus bis zu seinem Finale genommen hat.

Neben dieser erzählerischen Qualität schafft es Wolfgang Hohlbein in Band 10 allerdings leider nicht, seine Schwächen (wie im Vorgänger) zu verbergen bzw. ganz beiseite zu lassen. Es gibt in diesem Buch einige (und in der Gesamtserie eine Unzahl) offener Handlungsstränge, die nicht oder unbefriedigend zu Ende geführt werden. Verschiedene Logikfehler haben die Enwor-Fans mittlerweile nahezu lieb gewonnen, unbedingt notwendig sind sie dennoch nicht. Durch diese Probleme endet das Buch mehr oder weniger im Chaos – wirklich schlau wird man daraus nicht. So bleibt es im Endeffekt dem Leser nahezu völlig selbst überlassen, die Geschehnisse zu interpretieren und einen Sinn hinter Skars langer Reise zu entdecken. Hohlbein bleibt klare Antworten schuldig, was zu einem zutiefst unbefriedigenden Gefühl führt, das im Nachhinein den gesamten Zyklus etwas hinunterzieht. Hinzu kommt die allerletzte Wendung in der Handlung, die zwar wirklich überraschend ist, aber prinzipiell doch einiges, das man vorher gelesen hat, ad absurdum führt. Was mit Skar zum Schluss passiert, hinterlässt also einige Fragezeichen, da sein letzter Feind ihn schon lange Zeit vorher eliminieren hätte können. Warum das nicht passiert ist, bleibt völlig offen, wie einige andere Fragen, betreffend die Quorrl und die Sternengeborenen, ihr Verhältnis zueinander und die Rolle einzelner Figuren in dem großen Spiel der Mächte, das der Enwor-Zyklus letztlich ist.

Der zehn (!) Jahre später erschienene Nachfolger, „Das Elfte Buch“, hätte hier Abhilfe schaffen können, dass das aber nicht passiert ist, ist eine andere Geschichte.

Die zusammenfassende Wertung der Serie ist hier zu finden.

Gesamteindruck (Band 10): 5/7


Autor: Wolfgang Hohlbein
Originaltitel: Die verbotenen Inseln.
Erstveröffentlichung: 1989
Umfang: ca. 250 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch


 

3 Gedanken zu “BuchWelt: Die verbotenen Inseln

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