FilmWelt: Kong: Skull Island

Der Riesenaffe, seines Zeichens erstes Filmmonster der Geschichte, feierte anno 2017 seine Rückkehr auf die große Leinwand. Und „Kong: Skull Island“ ist tatsächlich ein großartiger Film geworden. Das war so nicht unbedingt zu erwarten – aber genau wie beim amerikanischen „Godzilla“ von 2014, der übrigens vom gleichen Team produziert wurde, hat man auch hier (fast) alles richtig gemacht. Sogar noch etwas besser.

Gesamteindruck: 6/7


Starker Reboot.

Die Geschichte um den Riesengorilla Kong, der bereits seit 1933 die Kinobesucher das Fürchten lehrt, ist ein Klassiker der Filmhistorie. Entsprechend gespannt war man vor dem Kinobesuch natürlich, wie eine zeitgemäße Adaption des alt-ehrwürdigen Stoffes aussehen würde. „Kong: Skull Island“ ist natürlich nicht die erste Variante, die dem Publikum in jüngerer Zeit vorgestellt wurde. Immerhin gab es mit „King Kong“ bereits 2005 eine tiefe Verbeugung vor dem Original, die von Peter Jackson sehr ansprechend in Szene gesetzt wurde. „Skull Island“ (2017) ist nun keine Fortsetzung von Jacksons Hommage, sondern eine gänzlich eigenständige Herangehensweise, dem alten Affen erneut Leben einzuhauchen.

Rein äußerlich zeigt sich das an einem wesentlich größeren und imposanteren Kong, der eher dem entspricht, was man aus dem 1933er Original kennt. Davon abgesehen sind die üblichen Zutaten enthalten: Die ständig in Nebel und Sturm verborgene Insel, die prähistorische anmutende Tierwelt, die seltsamen Ureinwohner hinter ihrem Schutzwall, die ach-so-zivilisierten Eindringlinge, die nichts Gutes auf die Insel bringen. Trotz dieser Berechenbarkeit ist „Kong: Skull Island“ erfrischend anders. Einerseits fehlt – und das ist in diesem Fall kein Verlust – die gesamte „der Affe und die weiße Frau“-Thematik, andererseits legt der Film den Fokus sehr stark auf die namensgebende Insel und lässt den üblichen Ausflug nach New York vollkommen außen vor. Hinzu kommt ein gutes Drehbuch mit brauchbaren Dialogen und ganz coole Charaktere.

Hauptdarsteller ist und bleibt jedoch der riesige Affe. Und hier unterliegt der Film nicht dem in „Godzilla“ (2014) kritisierten Phänomen: Bereits in der ersten Szene von „Skull Island“ wird klar, wer die größte Attraktion auf der Insel ist – man muss nicht stundenlang warten, um dann mit wenigen Monster-Szenen abgespeist zu werden. Kong ist sehr präsent, zum Glück aber dennoch nicht so sehr, dass sich Abnützung einstellt. Die Effekte such übrigens, nicht nur was Kong selbst betrifft, ihresgleichen, ohne dass man das Gefühl eines ständigen Overkills hat. Der Affe sieht unglaublich gut aus, seine Bewegungen sind trotz seiner unglaublichen Größe geschmeidig, die Kämpfe ansprechend. Dazu kommt ein furchteinflößender Dschungel, bevölkert von gefährlichen Urzeit-Kreaturen. Untermalt wird all das von einem grandiosen Soundtrack, der perfekt in die Zeit der Handlung (kurz nach dem Vietnam-Krieg) passt. Noch ein Punkt der auffällt: „Skull Island“ bietet zahlreiche größere und kleinere Anspielungen auf andere Filme, beispielsweise „Apocalypse Now“, was schon der Blick aufs Filmposter deutlich macht. Auch das sorgt durchaus für gute Laune, sodass man letztlich von einem rundum gelungenen Gesamtpaket sprechen kann.

Ein abschließender Tipp: Es gibt eine Post-Credit-Szene, die man sich jedenfalls ansehen sollte. Denn dadurch wird enorme Vorfreude auf weitere Monster-Filme geschürt.

Gesamteindruck: 6/7


Originaltitel: Kong: Skull Island
Regie: Jordan Vogt-Roberts
Jahr: 2017
Land: USA
Laufzeit: 119 Minuten
Besetzung (Auswahl): Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson,



 

3 Gedanken zu “FilmWelt: Kong: Skull Island

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