BuchWelt: „Southern Reach Trilogie“ – Zusammenfassende Bewertung

Jeff VanderMeer


Für den Auftaktroman zur „Southern Reach Trilogie“, „Auslöschung“, räumte Autor Jeff VanderMeer 2014 die Hugo- und den Shirley Jackson-Awards für die beste Novelle ab. Die Trilogie als Ganzes wurde 2015 für den World Fantasy Award und 2016 für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert. Für jedes der drei „Southern Reach“-Bücher gibt es eine Vielzahl an positiven Rezensionen und viel Lob von Schriftsteller-Kollegen, darunter z.B. auch Stephen King. Warum gibt es hier also nur zwei Punkte für eine Trilogie, die in der Öffentlichkeit derart positiv aufgenommen wurde?

Gesamteindruck: 2/7


Anstrengend, frustrierend und unbefriedigend.

In der „Southern Reach Trilogie“ geht es um Themen, die man so ähnlich aus anderen Werken kennt. So erinnert zB. Area X, ein durch einen unbekannten Vorgang kontaminiertes Gebiet, an die Zone der Strugatzki-Brüder, während die gnadenlose Offenlegung der Grenzen unserer Wissenschaft an „Solaris“ von Stanislaw Lem denken lässt. Und auch die Art der Erzählung kommt dem erfahrenen Leser bekannt vor – so denkt man stellenweise sehr intensiv an H.P. Lovecraft, dazwischen gibt es viel Stephen King und ab und an ein bisschen Michael Crichton. Das alles zusammen sollte eigentlich ein gutes Gesamtwerk ergeben.

Leider ist dem meines Erachtens überhaupt nicht so. Im Gegenteil, trotz des geringen Umfanges (insgesamt rund 1.000 Seiten, annähernd gleichmäßig verteilt auf die drei Bücher) gestaltet sich die Lektüre sehr zäh. Vor allem der Abschlussband, „Akzeptanz“, hat es diesbezüglich in sich und zieht die Gesamtwertung noch einmal deutlich nach unten. Doch warum ist das so? Ich konnte dafür folgende Gründe ausmachen:

  • Klappentext verspricht etwas Anderes: Natürlich kann und sollte man ein Buch nicht nach seinem Äußeren – zu dem letztlich auch der Klappentext gehört – beurteilen. Und doch ist es so, dass genau an dieser Stelle Erwartungen geweckt und Vorfreude geschürt werden. Im Falle der vorliegenden Trilogie ist es so, dass die Klappentexte zwar inhaltlich einigermaßen zutreffen (zumindest bei Teil 1 und 2), gleichzeitig aber nur einen minimalen Ausschnitt dessen wiedergeben, was in den Büchern tatsächlich passiert. Ob dieses Problem, das wohl eher beim Verlag als beim Autor anzusiedeln ist, irgendwie befriedigend zu lösen gewesen wäre, weiß ich nicht – Fakt ist jedoch, dass genau daraus ein Teil meiner persönlichen Enttäuschung resultiert.
  • Stilistische Inkonsistenz: Verschiedene Perspektiven auf eine Geschichte sind grundsätzlich zu begrüßen. In der „Southern Reach Trilogie“ entsteht genau daraus allerdings ein Problem: Mit den Perspektiven ändert sich der Schreibstil. „Auslöschung“ ist in der Ich-Form geschrieben, „Autorität“ aus Sicht eines Erzählers und „Akzeptanz“ eine Mischung aus zweiter („Du-Form“) und dritter Person. Vor allem in „Akzeptanz“ wird das zum Problem und macht das Werk sehr schwer lesbar und extrem zäh.
  • Inhaltliche Zerfahrenheit: Hauptanlass zur Kritik ist die inhaltliche Zerfahrenheit. Im Wesentlichen bedeutet das, dass die Idee gut ist, die Umsetzung nicht. Die Story ist sehr dünn und will entsprechend erst einmal ausgemacht werden. Die Romane zeigen ja durchaus eine Entwicklung der Charaktere auf (die zum Zeitpunkt der Handlung bereits abgeschlossen ist). Es geht im Prinzip nur darum, wie die Personen zu dem wurden, was sie sind. Area X? Interessiert nur am Rande; findet zwar immer wieder Erwähnung, wird aber nicht vorangetrieben.
  • Geringer Erkenntnisgewinn: Letztlich muss man sich nach der Lektüre fragen, was das Ganze eigentlich soll. Die einzige Erkenntnis scheint zu sein, dass die Wissenschaft durchaus an ihre Grenzen stoßen kann. Keine neue Idee, das wurde schon in vielen anderen Büchern auf lesenswertere Weise diskutiert. Es stellt sich auch die Frage, wozu die relativ mühselige und aufwändige Charakterentwicklung – abgesehen von reinem Selbstzweck – letztlich dient. Denn dass z.B. „Control“ so ist, wie er ist, spielt für den Ausgang der Geschichte nur eine sehr marginale Rolle. Das alles wäre nur dann sinnvoll, wenn das Ziel gewesen wäre, mehr oder weniger normale Menschen in eine unmögliche Situation zu bringen und sie genau so reagieren zu lassen, wie wir es wohl alle täten – nämlich gar nicht. Zumindest nicht im Sinne des Versuchs, eine Erklärung für Area X zu finden. Nun mag es Leser geben, die genau auf so einen Ansatz gewartet haben. Ich gehöre definitiv nicht dazu.

Somit ist klar, dass es für die Trilogie keine bessere Wertung geben kann. Ich wollte die drei Bücher wirklich mögen, aber allein die Qual, „Akzeptanz“ wirklich zu Ende zu lesen, hat bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Zwei Punkte gibt es, weil Band 1 und 2 durchaus ihre Momente haben. Das ist aber auch schon alles, was ich positiv über die „Southern Reach Trilogie“ sagen kann.

Einzelwertungen:

  1. Southern Reach Trilogie 1: Auslöschung: 3/7
  2. Southern Reach Trilogie 2: Autorität: 3/7
  3. Southern Reach Trilogie 3: Akzeptanz: 1/7

Gesamteindruck: 2/7


Autor: Jeff VanderMeer
Umfang: 3 Bände, ca. 1.000 Seiten
Originaltitel:
 Southern Reach Trilogy.
Gelesene Sprache: Deutsch


 

BuchWelt: Akzeptanz

Jeff VanderMeer


„Akzeptanz“ ist Buch 3 der „Southern Reach Trilogie“, geschrieben vom US-amerikanischen Autor Jeff VanderMeer. Auf WeltenDing werden nach und nach Rezensionen zu allen 3 Bänden veröffentlicht, abschließend gibt es eine Gesamtbewertung der Trilogie. Wer eine Kaufempfehlung möchte, sollte also bis dahin warten.

Gesamteindruck: 1/7


Bankrotterklärung einer Serie.

„Akzeptanz“ ist im Licht der Gesamtentwicklung der „Southern Reach Trilogie“ ein merkwürdig passender Titel. Denn spätestens, wenn man diesen dritten und finalen Band der Reihe liest, sollte man akzeptiert haben, dass die Trilogie so ist, wie sie eben ist. „Akzeptanz“ ist allerdings noch einmal extremer als seine Vorgänger. Die waren bereits zerfahren und ließen einen roten Faden nur erahnen. Das Finale setzt noch einen drauf und ist – soweit lehne ich mich einfach mal aus dem Fenster – für normale Lesegewohnheiten kaum noch erträglich – oder verstehe ich das alles nur nicht? So oder so, sowohl unterhaltsam als auch tiefsinnig gehen meines Erachtens anders.

Inhalt in Kurzfassung
Area X ist ein Landstrich, auf dem merkwürdige Dinge vorgehen und der sich seit Jahren jeglicher Erforschung widersetzt. Expeditionen wurden hineingeschickt und kehrten nicht zurück. Oder sie kehrten zurück, konnten aber nichts zur Lösung des Rätsels beitragen. Die Fragen sind dabei immer die gleichen: Was ist Area X? Wodurch ist Area X entstanden? Was geht dort vor sich? In „Akzeptanz“ trifft sich eine Reihe bereits bekannter Protagonisten innerhalb der Zone, um endlich die Geheimnisse zu lösen.

Der tatsächliche Inhalt, den ich hier in Kurzform versucht habe, wiederzugeben, weicht sehr stark vom Klappentext ab, in dem eine neue Expedition á lá „Auslöschung“ suggeriert wird. Man muss sich an dieser Stelle fragen, warum das so ist – es sei denn, es wäre ein letzter Versuch, auch mit „Akzeptanz“ noch Leser zu gewinnen, die vielleicht nur dieses Buch im Regal sehen und sich dann gleich die ganze Trilogie kaufen. Wie auch immer: Der erfahrene „Southern Reach“-Leser weiß, was auf ihn zukommt. Die interessante Prämisse von Area X, die leider komplett von pseudo-philosophischem Geschwafel überdeckt wird. Klingt hart? Mag sein, aber leider ist es genau das, was ich beim Lesen von „Akzeptanz“ empfunden habe, mehr noch als bei seinen Vorgängern.

Rein stilistisch gibt es eine große Neuerung: War „Auslöschung“ noch komplett aus Sicht einer einzigen Person geschrieben und behandelte in „Autorität“ ein anonymer Erzähler sozusagen die Gegenseite, ist „Akzeptanz“ eine krude Mischung daraus. Das Buch greift die Protagonisten, die bisher in der Trilogie vorgestellt wurden (Ghostbird, Control, die Direktorin) heraus und widmet ihnen abwechselnd Kapitel. Als neue Person kommt der Leuchtturmwärter, der bisher nur am Rande Erwähnung fand, hinzu.

Unglaublich zähe Lektüre.

Es gibt dabei durchaus wichtige und interessante Zusammenhänge, die offenbart werden. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Akzeptanz“ so zerfleddert und fragmentiert wirkt, dass „Autorität“ dagegen wie ein Ausbund an schriftstellerischer Kunst erscheint. Das hat meiner Meinung nach zwei Gründe: Erstens sind die Einzelkapitel in „Akzeptanz“ von höchst unterschiedlicher Güte. Mal passiert tatsächlich etwas Essenzielles und wird auch gut erzählt, dann wieder langweilt Autor Jeff VanderMeer mit Betrachtungen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie Wort für Wort aus Band 1 und/oder 2 kopiert wurden (wo sie auch schon genervt haben). Zweitens ist der Schreibstil der Kapitel sehr unterschiedlich. Ich weiß nicht, ob manche Kritiker das als künstlerisch wertvoll ansehen – ich finde es schlicht und einfach misslungen, vor allem die in der Du-Form geschriebenen Teile der Direktorin sind eine Zumutung.

Abgesehen von diesen Unzulänglichkeiten gelingt es dem Autor nicht, die Trilogie befriedigend abzuschließen. Ja, Erkenntnisgewinn ist in „Akzeptanz“ vorhanden. Allerdings so versteckt und verklausuliert, dass sich nur wenige Leser die Mühe machen werden, überhaupt so lange durchzuhalten. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass das Ende offen ist, das ist allerdings bei anderen Büchern ebenso der Fall und per se kein Beinbruch. Im Falle von „Akzeptanz“ wirkt es aber so, als hätte VanderMeer selber nicht gewusst, wohin er will, als hätte er keinerlei Idee gehabt, wie er die von ihm geschaffene Welt erklären kann. Das mag aus Sicht der Protagonisten tatsächlich so sein – einen Leser kann es aber nicht zufriedenstellen, auch weil die kleinen Puzzlesteine fehlen, die vielleicht die Fantasie anregen würden.

Somit ist „Akzeptanz“ eine noch schwierigere Angelegenheit als seine Vorgänger. Ich würde sogar soweit gehen, dieses Buch als Bankrotterklärung einer Reihe, in der von Anfang an der Wurm drin war, zu bezeichnen. Sehr schade, aber die sich wie Kaugummi ziehende Lektüre von „Akzeptanz“ ist in meinen Augen tatsächlich Zeitverschwendung.

(c) Knaur

Gesamteindruck: 1/7


Autor: Jeff VanderMeer
Originaltitel: Acceptance – Southern Reach Trilogy 3.
Erstveröffentlichung: 2014
Umfang: ca. 340 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch

BuchWelt: Autorität

Jeff VanderMeer


„Autorität“ ist Buch 2 der „Southern Reach Trilogie“, geschrieben vom US-amerikanischen Autor Jeff VanderMeer. Auf WeltenDing werden nach und nach Rezensionen zu allen 3 Bänden veröffentlicht, abschließend gibt es eine Gesamtbewertung der Trilogie. Wer eine Kaufempfehlung möchte, sollte also bis dahin warten.

Gesamteindruck: 3/7


Lahmer Blick hinter die Kulissen.

Die Lektüre von „Auslöschung“, des ersten Bandes der „Southern Reach Trilogie“, hinterließ mich als Leser einigermaßen ratlos. Zu vieles blieb offen und vage – und das nicht auf angenehme, die Fantasie anregende Weise – letztlich fehlte schlicht das Gefühl, dass „etwas Großes“ im Verborgenen lauern würde. Es ist also  wenig überraschend, dass ich mir vom zweiten Band, „Autorität“, zumindest ein wenig Aufklärung erhofft habe. Doch so einfach macht es Autor Jeff VanderMeer seinen Lesern nicht. Im Gegenteil, nur sehr wenige der losen Enden werden überhaupt aufgegriffen.

Inhalt in Kurzfassung
Die Regierungsbehörde Southern Reach versucht seit Jahren, das als Area X bekannte Gebiet, das durch ein unbekanntes Ereignis von einer unsichtbaren Grenze umschlossen wurde, zu erforschen. Nennenswerte Erfolge sind nicht zu verzeichnen, es bleibt trotz großem Einsatz an Menschen und Material ein Geheimnis, was im Inneren des Areals vor sich geht. In dieser Situation übernimmt ein ehemaliger Agent die Leitung der Behörde – er soll herausfinden, warum es keine Ergebnisse gibt und was bei der 12. und bislang letzten Expedition nach Area X schief gelaufen ist

Wenn man sich die Seitenzahl der einzelnen Bücher der Trilogie ansieht, wundert man sich, dass es überhaupt drei Bände gibt. Der Gesamtumfang hätte auch in einer längeren Erzählung leicht Platz gefunden. Erst wenn man nach Band 1 zu Band 2 greift, merkt man, warum das wohl keine Option war. Denn „Autorität“ unterscheidet sich inhaltlich und stilistisch gravierend von seinem Vorgänger.

Erkenntnisgewinn? Kaum vorhanden.

Am überraschendsten an „Autorität“ dürfte für die meisten Leser der Wechsel der Perspektive sein, der so aus dem Klappentext auch nicht hervorgeht. Anstatt weiter in das Innere von Area X einzutauchen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, halten sich die Protagonisten meist in vermeintlich sicherer Entfernung auf. Ort der Handlung ist das Hauptquartier von Southern Reach, die Hauptperson ist der neue Direktor dieser Regierungsbehörde. Area X selbst erlebt der Leser im krassen Gegensatz zu „Auslöschung“ nur aus zweiter Hand – aus Videoschnipseln, Fotos und fragmentierten Berichten, die die Hauptfigur durchforstet, um sich in den neuen Job einzuarbeiten. Das Problem daran: Der Leser hat weiterhin kaum Erkenntnisgewinn. Es ist eher so, als hätte Autor Jeff VanderMeer versucht, den zermürbenden Alltag in einer von frustrierten Mitarbeitern dominierten Behörde zu dokumentieren. Das ist stellenweise sogar unterhaltsamer, als man annehmen möchte, hat letztlich aber kaum Relevanz.

Der Perspektivenwechsel ist übrigens doppelter Natur: Während in „Auslöschung“ die Biologin als Ich-Erzählerin auftritt und alles Erlebte sorgsam dokumentiert, beobachten wir den Direktor in „Autorität“ von außen, also aus der Sicht eines unpersönlichen Erzählers. Wobei dieser nicht wirklich allwissend ist, weil er sich einzig und allein auf „Control“ und dessen Schwierigkeiten fokussiert und man als Leser auch nur das hört und sieht, was ihm widerfährt. Wieso es dafür ein Ausbrechen aus der Ich-Perspektive gebraucht hat, erschließt sich mir nicht. A pro pos „Control“: Es ist meines Erachtens ein interessanter Ansatz, in „Autorität“ im Gegensatz zu „Auslöschung“ nicht nur Berufsbezeichnungen für die Figuren zu verwenden. So hat der Direktor einen normalen Namen, der er allerdings zugunsten seines alias kaum jemals genannt wird. Alle anderen Figuren tragen ebenfalls ganz gewöhnliche Namen. Das unterscheidet das Buch schon sehr stark von seinem Vorgänger und nimmt ihm etwas von dessen Alleinstellungsmerkmal.

Letztlich krankt „Autorität“ trotz anderer Grundvoraussetzungen an ähnlichen Problemen wie „Auslöschung“: Der Autor ergeht sich seitenlang in Beschreibungen des Gemütszustandes seiner Hauptfigur oder in Gründen, warum die Erforschung von Area X nicht vorankommt. Die Ränkespiele und Intrigen im Hintergrund mögen teilweise interessant sein – hat man die Lektüre beendet, fragt man sich dennoch nach dem Sinn des Ganzen. Denn eine Relevanz für die Haupthandlung sehe ich großteils nicht. Und genau deshalb ist „Autorität“ im Endeffekt ebenso unbefriedigend wie sein Vorgänger. Aufklärung gibt es in homöopathischen Dosen – zu wenig, um diesem Buch eine bessere Wertung zu geben.

(c) Knaur

Gesamteindruck: 3/7


Autor: Jeff VanderMeer
Originaltitel: Authority- Southern Reach Trilogy 2
Erstveröffentlichung: 2014
Umfang: ca. 370 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch

BuchWelt: Auslöschung

Jeff VanderMeer


„Auslöschung“ ist Buch 1 der „Southern Reach Trilogie“, geschrieben vom US-amerikanischen Autor Jeff VanderMeer. Auf WeltenDing werden nach und nach Rezensionen zu allen 3 Bänden veröffentlicht, abschließend gibt es eine Gesamtbewertung der Trilogie. Wer eine Kaufempfehlung möchte, sollte also bis dahin warten.

Gesamteindruck: 3/7


Wenig Spannung.

„Auslöschung“ erschien 2014 als Auftakt-Roman der „Southern Reach Trilogie“ und wurde unter anderem mit dem prestigeträchtigen Nebula Award ausgezeichnet. 2018 wurde das Buch unter gleichem Namen von Alex Garland verfilmt. All das klingt nach Qualität und auch der Klappentext weckt sofort Interesse. Was Autor Jeff VanderMeer letztlich abliefert, lässt beim Rezensenten jedoch höchst zwiespältige Gefühle und einige Fragezeichen zurück.

Inhalt in Kurzfassung
Area X ist ein Landstrich, der vor vielen Jahren durch ein unbekanntes Ereignis von einer unsichtbaren Grenze umschlossen wurde. Was genau im militärisch abgeriegelten Gebiet vor sich geht, ist auch für die zuständige Behörde Southern Reach nach wie vor ein Rätsel. Alle Expeditionen, die „hinein“ geschickt wurden, kehrten entweder gar nicht oder merkwürdig verändert zurück und konnten nichts zur Lösung des Geheimnisses beitragen. Weil sich das Gebiet aber auszudehnen scheint, müssen immer neue Freiwillige gefunden werden, die die Grenze überschreiten um Informationen zu beschaffen. Das ist auch der Auftrag der 12. Expedition, die aus vier Frauen besteht: Eine Psychologin, eine Vermesserin, eine Anthropologin und eine Biologin versuchen, das Unbegreifliche zu verstehen. Dabei geraten sie schnell selbst in den Bann von Area X.

Diese Inhaltsangabe wird jedem bekannt vorkommen, der „Picknick am Wegesrand“ gelesen hat. Die Zone, die sich jedem Verständnis entzieht, die gefahrvollen Expeditionen, die merkwürdigen Veränderungen – all das wurde von Arkadi und Boris Strugatzki bereits 1971 thematisiert. Stilistisch erinnert der aus Sicht der Biologin in der Ich-Form geschriebene Roman hingegen eher an die Werke von H.P. Lovecraft, von dem auch der eher unterschwellig verpackte Horror inspiriert sein dürfte. Schließlich sollte man bei den Einflüssen auch das Schaffen von Stanisław Lem, speziell „Solaris“, in dem die Grenzen der Wissenschaft ähnlich anschaulich aufgezeigt werden, nicht vergessen. All das ist selbstverständlich kein Grund für die mittelprächtige Bewertung – man darf sich ruhig bei den Besten bedienen, vor allem, wenn man es wie Jeff VanderMeer auf durchaus angemessene Art macht.

Erwartungen nicht erfüllt.

Wie so oft scheint das Problem eher bei den Erwartungen des Lesers zu liegen. Die Geschichte über ein von der Natur zurückerobertes Gebiet, in dem allerlei Unheimliches und Rätselhaftes passiert, ist gut gelungen und spannend umgesetzt – auch wenn eine Lösung freilich ausbleibt, so viel sei verraten. Allerdings ist „Auslöschung“ auch nur der Auftakt einer Trilogie, sodass erschöpfende Erklärungen gar nicht zu erwarten sind. Letztlich macht die Handlung, die man aufgrund der Inhaltsangabe erwartet, jedoch maximal die Hälfte der rund 240 Seiten aus. Der Rest ist eher eine Art Entwicklungsroman, in dem versucht wird, die Beweggründe der Hauptperson, sich der Expedition anzuschließen, zu erörtern. Grob gesagt wird die Hintergrundgeschichte dieser Figur in jedem zweiten Kapitel behandelt, immer abwechselnd zu den Ereignissen in Area X.

Diese Herangehensweise macht die Lektüre zerfahren und teilweise zäh. Denn so gerne man erfahren möchte, was das Geheimnis von Area X ist und so schnell sich die Abenteuer, die das Team dort erlebt, meist lesen, so zäh sind die Episoden, die sich mit dem Leben der Ich-Erzählerin beschäftigen. Ich möchte nicht sagen, dass alles davon schlecht ist, kann aber auch nicht verhehlen, dass weite Teile ihrer Geschichte schlicht langweilen. Ist man mit dem Buch durch, fragt man sich automatisch, ob die oft extrem detaillierten Beschreibungen des Vorlebens der Protagonistin überhaupt notwendig gewesen wären – für den Ausgang der Geschichte spielen sie keine Rolle, was für einen schalen Nachgeschmack sorgt.

Leider konnte ich auch mit dem sachlich-nüchternen Stil von „Auslöschung“ relativ wenig anfangen. Im Gegenteil, dadurch gestaltete sich die Lektüre für mich großteils sogar noch zäher. Im Endeffekt habe ich damit für die rund 240 Seiten länger gebraucht, als man erwarten kann. Und das ist nie ein gutes Zeichen.

(c) Knaur

Gesamteindruck: 3/7


Autor: Jeff VanderMeer
Originaltitel: Annihilation – Southern Reach Trilogy 1.
Erstveröffentlichung: 2014
Umfang: ca. 240 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch

BuchWelt: „Millennium-Trilogie“ – Zusammenfassende Bewertung

Stieg Larsson


Nach den Einzel-Rezensionen zu „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ ist an dieser Stelle ein kurzes Fazit über Stieg Larssons „Millennium-Trilogie“ als Ganzes angebracht – damit sich Neueinsteiger bereits vor dem Kauf des ersten Bandes ein Bild machen können.

Gesamteindruck: 5/7


Gut zu lesen, jedoch alles andere als perfekt.

Die Trilogie zu lesen benötigt im Endeffekt mehr Zeit, als man nach Band 1 annehmen möchte. Eine Vermutung ist, dass das Werk ursprünglich gar nicht als Trilogie bzw. Fortsetzungsgeschichte gedacht war – so würden sich zumindest Unterschiede im Erzähltempo zwischen den einzelnen Bänden erklären lassen. Der erste Teil ist wesentlich flüssiger und konsistenter geschrieben als beide Nachfolger, die mit seitenlangem Füllmaterial zu kämpfen haben, das streckenweise völlig überflüssig, andernorts einfach schwach geschrieben ist. Das bremst den Lesefluss gehörig ein und führt dazu, dass man zwischendurch genervt Querlesen möchte.

Wer sich mit dieser Problematik arrangieren kann, sieht sich mit einem weiteren Problem konfrontiert. In Band 1 gibt es nur Andeutungen davon, in Band 2 geht es dann aber mit „Superhelden-Fähigkeiten“ bei den Ermittlern, insbesondere bei Lisbeth Salander, los. Das ist teilweise ausgesprochen unglaubwürdig, speziell für eine an sich so ernsthafte und ernsthaft geschriebene Romanreihe. Auch muss Stieg Larsson ein wenig zu oft den Zufall bzw. eine Art „deus ex machina“ bemühen, um die Protagonisten auf die richtige Spur zu lotsen oder einer scheinbar ausweglosen Situation zu befreien.

Davon abgesehen ist die „Millennium-Trilogie“ eine gute, wenn auch nicht ausgezeichnete Thriller-Reihe. Mir persönlich sind die angesprochenen Mängel ein bisschen zu schwerwiegend für eine bessere Gesamtwertung. Die Filme habe ich in meiner Wertung übrigens bewusst völlig außen vor gelassen – zum Einen, weil ich nur Teile der schwedischen Verfilmung kenne, zum anderen, weil ich nicht der Ansicht bin, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun hat.

Einzelwertungen:

  1. Verblendung: 4/7
  2. Verdammnis: 4/7
  3. Vergebung: 5/7

Gesamteindruck: 5/7


Autor: Stieg Larsson
Umfang: 3 Bände, ca. 2.300 Seiten
Originaltitel:
Män som hatar kvinnor / Flickan som lekte med elden / Luftslottet som sprängdes
Gelesene Sprache: Deutsch


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BuchWelt: Vergebung

Stieg Larsson


Trotz einiger Mängel ist „Vergebung“ durchaus lesenswert. Allein damit man – wenn man es bis zu Teil 3 der „Millennium-Trilogie“ geschafft hat – erfährt, wie alles ausgeht. Auch ist es ja nicht so, dass sich Stieg Larsson nicht auf gutes Schreiben versteht – er füllt nur einfach immer wieder Seiten mit langweiligem Material. Wenn man darüber hinwegsehen kann, erhält man mit „Vergebung“ einen guten, wenn auch nicht erstklassigen Thriller.

Gesamteindruck: 5/7


Furioses, oft konstruiert wirkendes Finale mit kleineren Längen.

„Vergebung“ ist das Finale der „Millennium-Trilogie“ des schwedischen Autors Stieg Larsson, der in diesem Buch versucht, die losen Enden der Vorgänger halbwegs brauchbar zusammenzuführen. Das gelingt ihm großteils gut, manchmal schießt er allerdings über das Ziel hinaus.

Zunächst fällt auf, dass sich ein großer Teil der Handlung in „Vergebung“ nicht auf die bisherigen Hauptpersonen Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist konzentriert. Das Augenmerk wird viel stärker als noch in den Vorgängern auf deren Gegenspieler bzw. Verbündete gelegt. Prinzipiell fügt das der Trilogie sehr interessante Facetten hinzu, allerdings macht diese Ergänzung einige weitere, sehr langatmige Einführungen notwendig. Insbesondere was die anfangs noch sehr mysteriöse „Sektion“ betrifft, holt Larsson sehr weit in die schwedische Vergangenheit aus. Genaue Beschreibungen sind ja durchaus wünschenswert und löblich – es gelingt dem Autor aber wieder einmal nicht, die Exkurse wirklich spannend und interessant zu gestalten.

Überhaupt bezieht auch dieser Roman seine Spannung allein daraus, die Hauptpersonen bei ihren Ermittlungen zu beobachten. Und auch diesmal ist Lisbeth Salander der wesentlich interessantere, weil vielschichtigere und kontroversere Charakter als der langweilige und im Endeffekt auch unsympathisch wirkende Journalist. Dazwischen gibt es zwar auch lesenswerte Passagen – aber für einen Umfang von ca. 865 Seiten sind das einfach zu wenige. So wirkt alles unnötig in die Länge gezogen.

Davon unabhängig gibt es in „Vergebung“ ein Problem, das auch schon in „Verdammnis“ durchschimmerte: Einiges an der spannenden Kernhandlung wirkt sehr weit hergeholt bzw. konstruiert und unwahrscheinlich. Viel zu oft lässt Larsson den reinen Zufall ein Problem lösen. Das wirkt dann teilweise, als ob er gute Ideen nicht zu Ende gedacht hätte. Sehr schade – einige bis zu „Vergebung“ noch lose Handlungsstränge hätten durchaus bessere Lösungen verdient. Paradoxerweise ist aber gerade die Auflösung für meinen Geschmack zu hastig ausgefallen. Die Ereignisse überschlagen sich, es gibt mehrere Verhaftungen – und genau an dieser Stelle wären ein paar mehr Angaben über das Schicksal der Betroffenen wünschenswert gewesen.

Gesamteindruck: 5/7


Autor: Stieg Larsson
Originaltitel: Luftslottet som sprängdes.
Erstveröffentlichung: 2007
Umfang: 864 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch


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BuchWelt: Verdammnis

Stieg Larsson


„Verdammnis“ ist eines der Bücher, die man zwischendurch gelegentlich gerne wieder ins Regal stellen möchte – damit verpasst man aber den Zeitpunkt, an dem endlich einige Handlungsstränge geklärt werden. Die volle Punktzahl kann es für einen verhältnismäßig großen Anteil an Füllmaterial natürlich bei Weitem nicht geben, aber für gute vier Punkte reicht es. Sowohl der Vorgänger „Verblendung“ als auch der Nachfolger „Vergebung“ haben im Endeffekt wesentlich mehr zu bieten. Das Buch endet übrigens „mittendrin“, weiterlesen in „Vergebung“ ist also Pflicht. Der Cliffhanger macht alles andere so oder so nahezu unmöglich.

Gesamteindruck: 4/7


Schwächster Teil der „Millennium-Trilogie“.

Teil 1 der „Millennium-Trilogie“, „Verblendung“ ist ein guter, über weite Strecken ausgesprochen spannender Thriller. Zwar nicht absolute Spitzenklasse, aber doch weit über dem Durchschnitt. Dementsprechend groß waren meine Erwartungen an den Folgeroman „Verdammnis“. Um das Fazit gleich vorwegzunehmen: Ja, auch „Verdammnis“ ist spannend. Allerdings gibt es einige Einschränkungen, die ich so nicht erwartet hätte.

Was als erstes auffällt: Die Einführung war in „Verblendung“ zumindest teilweise langatmig und umständlich. In „Verdammnis“ ist sie schlicht langweilig. Spätestens, wenn der Autor beschreibt, welche Möbel sich Lisbeth Salander bei Ikea kauft, ist man versucht, zumindest quer zu lesen. Insgesamt dauert es diesmal mindestens 200 (gefühlt eher 400) Seiten, bis die Geschichte an Fahrt gewinnt. A pro pos Geschichte: Was Larsson dem Leser in „Verdammnis“ vorsetzt, scheint anfangs nicht der Rede wert zu sein. Natürlich ist das Thema Mädchenhandel ein ausgesprochen brisantes und tragisches Kapitel. Aber der Autor zieht diesen dünnen roten Faden bis weit über die Hälfte des Buches dermaßen in die Länge, dass man sich im Nachhinein tatsächlich fragt, womit die Seiten davor eigentlich gefüllt waren. Erst dann – um einen Ausdruck Larssons zu gebrauchen – „fallen die Puzzleteile an ihren Platz“ und das ganze Ausmaß der Geschichte beginnt sich zu erschließen. Wobei nach wie vor viele Fragezeichen bleiben; um alles zu erfahren, muss man schon auch „Vergebung“ lesen.

„Verdammnis“ hat ca. 770 Seiten und ist damit deutlich länger als „Verblendung“. Das ist prinzipiell natürlich kein Kritikpunkt, nur ist der Inhalt nicht durchgehend spannend. So richtig Fahrt nimmt die Geschichte erst im letzten Drittel auf und es wird tatsächlich ein Höchstmaß an Spannung geboten. Zu diesem (relativ spätem) Zeitpunkt zieht Larsson tatsächlich alle Register der Thriller-Kunst; es gibt Action, spannende und interessante Schlussfolgerungen und sogar die eine oder andere Überraschung. Plötzlich macht es auch wieder Spaß, die Figuren bei ihrem Bemühen, Licht in das Dickicht des Falles zu bringen, zu beobachten. Ganz zum Schluss übertreibt es der Autor mit den körperlichen Fähigkeiten seiner eigenwilligen Ermittlerin zwar etwas (um es deutlich zu sagen: so ein übertriebenes Superhelden-Finale hat man seit dem Dan Brown-Machwerk „Illuminati“ nicht gelesen) , aber das kann die Vorfreude auf den Abschluss der Trilogie kaum schmälern.

Gesamteindruck: 4/7


Autor: Stieg Larsson
Originaltitel: Flickan som lekte med elden.
Erstveröffentlichung: 2006
Umfang: 768 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch


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BuchWelt: Verblendung

Stieg Larsson


„Verblendung“ ist ein gutes, spannendes Buch – nicht mehr und nicht weniger. Über einige Unzulänglichkeiten kann man hinwegsehen, wenn man kein allzu strenger Leser ist. Die überschwänglichsten Bewertungen, die man im Internet sehr häufig findet, sollte man allerdings ignorieren – auch wenn das Buch keineswegs schlecht ist, der beste Thriller aller Zeiten ist es mit Sicherheit nicht.

Gesamteindruck: 4/7


Guter Thriller mit kleinen Schönheitsfehlern.

„Verblendung“ ist der erste Teil der zwischen 2005 und 2007 posthum (Autor Stieg Larsson starb 2004) veröffentlichten „Millennium-Trilogie“. Insbesondere durch zwei Verfilmungen (2009/Skandinavien, 2011/Hollywood) nahm der Hype um die schwedische Romanreihe geradezu gigantische Ausmaße an, was bei mir dazu geführt hat, erst einmal einen großen Bogen um die Bücher zu machen. Irgendwann hat mich dann aber doch die Neugier gepackt und ich wollte wissen, was es damit auf sich hat.

Unabhängig vom Bestseller-Status ist „Verblendung“ ein über weite Strecken spannendes, angenehm zu lesendes Werk. Um das zu entdecken gilt es allerdings, zunächst die ersten 100 bis 150 Seiten zu überstehen. Die Einführung in die Geschichte und die Vorstellung der Hauptpersonen nimmt viel Platz in Anspruch. Grundsätzlich lobenswert, allerdings liest sich das stellenweise doch sehr langatmig und holprig. Das hat auch damit zu tun, dass die Charaktere nicht so ausgefeilt sind, wie man es sich als Leser wünscht – fast alle Personen wirken wie Abziehbilder verschiedener Klischees. Die Handlung spielt in einer sehr großen und weit verzweigten Familie; entsprechend wurden alle Typen, die man so ähnlich aus Familienromanen und/oder Seifenopern kennt, eingebaut. Auch die beiden Ermittler, also die eigentlichen Hauptpersonen der „Millennium-Trilogie“, sind nicht so tiefgründig, wie gelegentlich suggeriert wird. Beide wirken stark überzeichnet. Während man das bei der wesentlich interessanteren Figur „Lisbeth Salander“ noch tolerieren kann, tut die Prinzipientreue des Journalisten „Mikael Blomkvist“ beinahe weh. Daran ändert sich leider bis zum Schluss nichts – Charakterentwicklung gibt es in „Verblendung“ keine.

Abgesehen von den sub-optimalen Figuren ist die eigentliche Handlung sehr spannend umgesetzt, sobald sie nach der Einführung an Fahrt aufnimmt. Das Buch startet als Geschichte über Wirtschaftskriminalität, ein Handlungsfaden, der aber relativ bald in den Hintergrund tritt und erst am Ende wieder aufgenommen wird. Den größten Teil des Romans nimmt die dazwischen liegende Detektivarbeit in einem Jahrzehnte zurückliegenden, mutmaßlichen Mordfall ein. Hier ist es so, dass die Ermittlungen und die teilweise unorthodoxen Methoden sehr detailliert und lebendig beschrieben werden. Einige Schlussfolgerungen der Helden erscheinen zwar relativ unglaubwürdig, aber auch daraus bezieht das Buch seine Spannung. Enttäuschend ist hingegen das Finale, das nach der so schön formulierten und beschriebenen Detektivarbeit ein wenig lieblos und überhastet wirkt. Dennoch – die Handlung ist im grünen Bereich. Vorwerfen muss sich der Autor lediglich lassen, dass es praktisch keine unerwarteten Wendungen gibt. Das ist schade, die Story hätte sicher einiges mehr an Überraschungen hergegeben.

Gesamteindruck: 4/7


Autor: Stieg Larsson
Originaltitel: Män som hatar kvinnor.
Erstveröffentlichung: 2005
Umfang: 687 Seiten
Gelesene Sprache: Deutsch
Gelesene Version: Taschenbuch


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